Der Hauptteil der richtigen Ernährung muss vor dem Wettkampf liegen. Aber auch während und nach dem Wettkampf sollte die Ernährung beim Kraftsportler Beachtung finden. Ich gehe einmal ganz bewusst nicht auf spezielle Sportnahrung und Nahrungsergänzungen ein, sondern fasse eher allgemeine Tipps zusammen.
Vor dem Wettkampf
Die Zeitspanne vor dem Wettkampf wird bei drei bis sieben Tagen vor dem Wettkampf angesiedelt. Hier ist es für den Sportler entscheiden wichtig, die Glykogenreserven aufzufüllen, um eine höchstmögliche Energieausbeute zu erzielen. So lässt sich sowohl die Ausdauerleistung verbessern als auch die Geschwindigkeit der Energiefreisetzung – auch als Mobilisierung des Glykogens bekannt – sinnvoll beeinflussen. Nicht nur im Kampf- und Schnellkraftsport ist der aufgefüllte Glykogenspeicher sehr hilfreich, auch Kraftsportler profitieren hiervon, obwohl ihre Energiebereitstellung überwiegen aus ATP und KP resultiert. Eine Regenerierung dieser Phosphatverbindungen erfolgt aber durch den Abbau von Glykogen. Wichtig also, in den letzten drei bis sieben Tagen für einen Auffüllung der Speicher zu sorgen.
Die Ernährung ist gerade im Bereich des Kraftsports sowie des Bodybuilding ein ebenso interessantes wie auch häufig unterschätztes Thema. Gerade von der richtigen Ernährung hängt der Trainingserfolg nämlich sehr stark ab. Dabei ist es weiterhin so, dass das Thema Ernährung im Kraftsport sich umso komplizierter gestaltet, je tiefer der Sportler in die Thematik eintaucht. Ernährungsbewusste Sportler möchten allerdings im Regelfall nicht hochwissenschaftliche Hintergründe der Ernährung erfahren, sondern praktische und umsetzbare Regeln, die Trainingserfolge effektiv unterstützen.
Die Regel für den Kraftsportler sollten fünf bis sechs tägliche Mahlzeiten sein. Dabei müssen diesen einzelnen Mahlzeiten nicht besonders groß ausfallen, denn auch der Snack zwischendurch zählt als Mahlzeit.