Wer kennt das nicht? Einige Zeit nach dem Training merkt man einen deutlichen Schmerz in den verschiedensten Muskelpartien. Es ist förmlich ein Druckgefühlt, welches genau zeigt welche Muskelpartien wir besonders intensiv trainiert haben.

Enorme Kräfte können von Muskeln ausgehalten werden, wenn sie regelmäßig belastet werden. Ist das Training also etwas länger her oder der Muskel wird ungewohnt stark oder lange belastet ist ein Kater vorprogrammiert. Auch wenn der Muskelkater unbedenklich ist und vollständig abheilt wird zunächst jede weitere Belastung zur Qual und die Sporteinheit am nächsten Tag fällt meist aus. Doch warum bekommen wir überhaupt Muskelkater?

Ein Muskel besteht aus vielen Muskelfasern, die bei einer Überlastung reißen können. Dies kann aufgrund extremer Belastung oder ungewohnten Übungen beim Trainieren der Fall sein. Innerhalb ca. 8 bis 24 Stunden bilden sich kleine Ödeme, da Wasser durch diese feinen Risse dringt. Der Muskel ist entzündet, schwillt an und dehnt sich, schmerzempfindliche Nerven werden gereizt. Dieser Prozess der Muskelreparatur wird letztendlich als Muskelkater empfunden.

Um gegen den Muskelkater vorzugehen sollte man ein entspannendes heißes Bad nehmen oder einen Besuch in der Sauna machen, denn Wärme lindert den Schmerz und entspannt den Muskel. Einfache Gymnastik und neue Belastung der Muskeln hilft ebenfalls. Von Massagen ist abzuraten, da so der Muskel noch mehr gereizt wird und das den Muskelkater verlängern wird. Alternativ gibt es Salben, die die Durchblutung steigern und somit auch verwendet werden können.

Noch besser ist natürlich die Vorbeugung von Muskelkater. Dehnungen, Aufwärmen, langsame Gewöhnung an das Training und keine extremen Belastungen helfen schon deutlich. Wird erst einmal regelmäßig trainiert, ist der Muskelkater kein Dauerbegleiter. Auch die Ernährung kann dazu beitragen. Proteine, L-Glutamin, Magnesium als Mineralstoff und eine ausgewogene Ernährung sind sehr hilfreich.

Bedenklich wird es, wenn der Muskelkater mehrere Tage anhält und eventuell andere Beschwerden hinzukommen. Dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, der feststellt ob es für die Muskelschmerzen andere Ursachen gibt.

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