Mineralstoffe unterstützen die Körperfunktionen wesentlich. Verschiedene Mineralstoffe haben hier unterschiedliche Aufgaben.
Natrium
Ein wichtiger Mineralstoff für den Körper ist das Natrium. Dieses sogenannte Alkalimetall ist an der Übertragung elektrischer Ladungen beteiligt und unterstützt die Muskelreizbarkeit sowie die Muskelkontraktion. Natrium ist für den normalen osmotischen Druck innerhalb der Zellen verantwortlich. Darüber hinaus aktiviert das Natrium unterschiedliche Enzyme und ist auch an der Aufnahme und Verarbeitung von Einfachzuckern, sogenannten Monosacchariden, sowie Aminosäuren wesentlich beteiligt. Das Kochsalz, auch als Natriumchlorid bekannt, wird durch die normale Ernährung zugeführt. Empfohlen sind rund 6 Gramm Natrium täglich, die aber in der durchschnittlichen Ernährung der Deutschen oft verdoppelt werden.
Aus dieser Überversorgung mit Natrium können Zivilistionskrankheiten wie der Bluthochdruck entstehen. Ein Sportler scheidet mit jedem Liter Schweiß rund 1200 Milligramm Natrium aus. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden, ansonsten droht eine Reduzierung des Blutvolumens sowie Muskelkrämpfe. Auch erhöhter Puls und zu niedriger Blutdruck sind die Folgen von Natriummangel bei Sportlern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher für Sportler zu den empfohlenen 6 Gramm Natrium das über den Schweiß verlorene Natrium zusätzlich aufzunehmen. Ansonsten ist die Erhöhung der Natriumchlorid-Zufuhr nicht empfehlenswert.
Kalium
Auch Kalium ist an der Aktivierung des Enzymsystems des Körpers sowie dem Transport der elektrischen Ladungen beteiligt. Mangelt es dem Körper an Kalium, erfolgt ein Einstrom von Natrium in die Muskelzellen – damit eine Austrocknung dieser. Sowohl Muskelschwäche als auch eine folgende Muskellähmung können die Folge sein. Dazu können sich bei Mangel an Kalium Herzrhythmusstörungen, Darmverschluss oder auch eine Alkalisierung des Blutes einstellen. Da durch Schwitzen Kalium verloren wird, welches aber wiederum gerade beim Sportler für die Muskelkontraktion notwendig ist, sollten gerade Sportler auf eine ausreichende Versorgung mit Kalium achten. Besonders viel Kalium ist in Gemüse und Obst – hier in der Banane – enthalten.
Calcium
Calcium dient als Mineralstoff dem Aufbau und dem Erhalt der Knochensubstanz. In der Knochenmatrix sind rund 99 Prozent des im Körper enthaltenen Calciums gespeichert. Über die Knochenstrukturerhaltung hinaus ist Calcium auch für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven zuständig und auch die Blutgerinnung wird von diesem Mineralstoff mitgestaltet. Aufgrund seiner Beteiligung an der Muskelkontraktion und der Aktivierung von Enzymen innerhalb des Kohlenhydratstoffwechsels hat der Mineralstoff große Bedeutung in der Ernährung von Sportlern. Ein Mangel an Calcium bewirkt einen Abbau der Substanz der Knochen, auch als Osteoporose bekannt. Auch schmerzhafte Muskelkrämpfe können die Folge von Calciummangel sein. Den Bedarf von 1000 Milligramm Calcium täglich kann man am einfachsten durch ausreichenden Verzehr von Milch und Milchprodukten erzielen.
Magnesium
Magnesium ist wichtig für die Energiebereitstellung des Körpers, denn es katalysiert die Abspaltung von ATP. Zudem aktiviert der Mineralstoff Magnesium rund 300 Enzyme und stabilisiert darüber hinaus die biologischen Membranen. Magnesiummangel macht sich durch Muskelkrämpfe, Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Der Verlust von Magnesium erfolgt auch über Schwitzen und so sollte dieser Magnesiumverlust durch entsprechende Sportgetränke und eine magnesiumreiche Ernährung mit Vollkornbrot, entsprechendem Mineralwasser, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln aufgefangen werden.